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Saturday, 19. August 2017 | AHGZ

Führen bedeutet ermöglichen

Die global vernetzte, digitalisierte Wissensgesellschaft hält enorme Möglichkeiten parat.

Die global vernetzte, digitalisierte Wissensgesellschaft hält enorme Möglichkeiten parat. Eine Herausforderung, denn in einer Welt ständiger Bewegung bedeutet erfolgreiche Führungsarbeit mehr denn je, einen Rahmen zu schaffen, der es Mitarbeitern ermöglicht, positiv mit diesen Dynamiken umzugehen, Zukunft zu gestalten und nicht gestaltet zu werden. Unternehmen, gerade auch in der Hotellerie, werden künftig nicht mehr geführt, indem der Kapitän und seine Crew auf der Brücke den Blick in die Zukunft richten und das Ruder fest in der Hand haben. Stattdessen können – ja müssen! – Führungskräfte organisatorisch und inhaltlich Rahmenbedingungen schaffen, damit sich die Mitarbeiter selbst organisieren können: Führen bedeutet Ermöglichen! Führungskräfte von morgen dürfen deshalb nicht länger versuchen, Menschen in einem falsch verstandenen System aus Fehlervermeidung und Kontrolle in vermeintliche Sicherheit zu betten, sondern sollen sie unterstützen, selbstständig und mutig zu sein. Mut ist die wichtigste Voraussetzung für eine offene Intrapreneurship-Kultur. Dazu gehören Rahmenbedingungen und Anreize, wie echte Vorbilder, mehr Fehlertoleranz, eine finanzielle und organisatorische Infrastruktur – und vor allem ein umfassendes Verständnis von Innovation und Innovationssystemen. Auch Offenheit, denn sie ist der aufrichtige Wunsch andere verstehen zu wollen – und etwas völlig anderes, als nur zuzuhören. Es ist also an der Zeit für Führungskräfte, ein Klima zu schaffen, in dem die Zukunft wieder spannend und nicht bedrohlich wirkt. Denn in den nächsten Jahren strömen die – im Übrigen von uns erzogenen – Generationen Y und Z in den Arbeitsmarkt. Was ist anders an diesen Generationen? Es sind zahlenmäßig bedeutend weniger als die Millennials! Das bedeutet: Wir brauchen die wenigen, die da sind – wie auch immer sie sind. Für die Generation Y ist Nutzen wichtiger als Besitzen, ist Zugang wichtiger als Eigentum, spielt Geld eine geringere Rolle als Leistung, Wissen oder Kreativität, trifft Karriere auf Sinn. Für die Generation Z gibt es keine Trennung zwischen digital und real, gilt die Wir-Kultur, sind Werte und Work-Life-Balance entscheidend, geht Networking vor Teamplaying. Geld und Status sind also nicht mehr die Treiber. Es sind Kultur, Vertrauen, Flexibilität, Respekt und Glaubwürdigkeit. Damit Zukunft gelingen kann, ist weniger Sicherheitsdenken und mehr Mut vonnöten, weniger Struktur und mehr Freiheit. Unternehmen brauchen mehr Querdenker. Stellen Sie sich die Frage, inwieweit Ihr Produkt über ein einzigartiges Profil, eine Strategie und Kultur verfügt, die sowohl den Gast als auch Ihre Mitarbeiter begeistert. Unzufriedene Mitarbeiter ergeben unzufriedene Gäste. Wenn die Organisationsstrukturen im Unternehmen nicht widerspiegeln, was dem Gast entgegengebracht werden soll – etwa Respekt, Höflichkeit, Herzlichkeit und Empathie – ist der Tourismusbetrieb nur Versorgungs-, nicht Serviceunternehmen. Die Generationen Y und Z. Wie sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie uns.

 

 


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https://www.ahgz.de/news/fuehren-bedeutet-ermoeglichen,200012241556.html