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Monday, 07. August 2017 | AHGZ, Branche

Beim Brandschutz fühlen sich viele überfordert

Das Thema Brandschutz und die damit verbundenen Auflagen treiben das Gastgewerbe um. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter bayerischen Hoteliers und Gastronomen.

München. Von "Ich habe mich selten in meinem Leben so hilflos und willkürlichen Regeln ausgesetzt gefühlt, wie bei diesen Brandschutzfragen" bis "Wir wissen heute noch nicht, wie wir das stemmen sollen" reichten die Aussagen. Dabei haben die Befragten durchaus Verständnis für Brandschutzmaßnahmen. Allerdings gibt es aus Sicht der Unternehmer oftmals Fälle von unverhältnismäßigen Auflagen, die eine Kostenexplosion verursachen und damit auch zu Schließungen von Betrieben führen können. So planen 5 Prozent der Umfrageteilnehmer, ihren Betrieb aufgrund der geforderten Investitionssummen für immer zu schließen.

"Brandschutz ist absolut wichtig! Größtes Ärgernis sind für uns die sich fast jährlich ändernden Vorschriften", brachte es ein Befragter auf den Punkt. Ein anderer meinte: "Brandschutz ist in einem gesunden Maß schön und gut. Nur ist es natürlich wieder der typischen Bürokratie in Deutschland zu verdanken, dass dies teilweise völlig überzogen und nur schwer finanzierbar ist." Mit ursächlich dafür ist laut Teilnehmern die Tatsache, dass es in Bayern kaum Wettbewerb zwischen Herstellern und Dienstleistern im Brandschutzbereich gibt.

Der DEHOGA Bayern fordert, das Thema Brandschutz mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand anzugehen und im Einzelfall, individuelle Lösungen zu ermöglichen. Dabei setzt der Verband nach Gesprächen auf den Entbürokratisierungsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Walter Nussel. Parallel zu seinen Bemühungen, Erleichterungen bei den Vorgaben zu erreichen, hat der Landesverband im Rahmen einer Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Betrieblicher Brandschutz des Werkfeuerwehrverbands Bayern (WFVB) ein Maßnahmenpaket geschnürt und die wichtigsten Infos rund um das Thema Brandschutz zusammengestellt. Außerdem können künftig Mitglieder unter der Brandschutz-Hotline des DEHOGA Bayern 089 28760-112 montags zwischen 10 Uhr und 12 Uhr eine kostenfreie telefonische Erstberatung durch den WFVB nutzen. Auch via E-Mail können Fragen an brandschutz@dehoga-bayern.de gesendet werden.

Weitere Informationen stehen DEHOGA-Bayern-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter www.dehoga-bayern.de zur Verfügung. "Wir werden sicher nicht alle Probleme sofort lösen können", so Landesgeschäftsführer Thomas Geppert, "wir hoffen aber, möglichst viele Unklarheiten beseitigen zu können und Tipps zu geben, die dem einen oder anderen vielleicht helfen, am Ende des Tages viel Geld zu sparen."


Links:

https://www.ahgz.de/news/beim-brandschutz-fuehlen-sich-viele-ueberfordert,200012241241.html